Frauke Patzke besucht Wennigsen

Gemeinsam mit der grünen Bürgermeisterkandidatin für Wennigsen Gun Wittrien informierte sich Frauke Patzke vor Ort über die aktuelle Situation und die Auswirkungen der Klimakrise für private Waldbesitzer und sicherte Kulturschaffenden ihre Unterstützung zu.

Bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Frhr. Knigge’schen Miteigentümergemeinschaft, Hubertus Frhr. Knigge, waren sich alle Beteiligten einig, dass beim Kampf gegen die Klimakrise alle Betroffenen zusammen Lösungen finden müssen. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung in allen Bereichen und das können wir nur als Gemeinschaft schaffen, Ich freue mich, dass wir das alle so sehen“, erklärte Patzke im Anschluss an das Gespräch. „Für mich ist klar: Naturschutz, Naherholung und Erwerbswirtschaft schließen sich nicht aus.“

Gun Wittrien ergänzte: „Die Forstwirte beobachten die Folgen des Klimawandels seit Jahren, sind direkt betroffen. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, damit die, nun auch für uns Wennigser*innen unübersehbaren Schäden, nicht noch größer werden. Dazu müssen wir hier vor Ort mit der Frhr. Knigge’schen Miteigentümergemeinschaft im Gespräch bleiben.“

Bei einem Spaziergang durch den Wald gaben Betriebsleiter Ralf Schickhaus und Forstbetriebsleiter Thomas Seel-Schwarze den beiden Kandidatinnen einen Überblick über die Schäden, die insbesondere durch die vergangenen drei Dürrejahre entstanden sind. Große Bereiche der Fichtenbestände wurden unter anderem durch den Borkenkäfer stark geschädigt, so dass die Frhr. Knigge’sche Miteigentümergemeinschaft allein in ihrem Bereich circa 70 Hektar Nadelholzbestände verloren hat. „Ganz im Sinne des Klima- und Umweltschutzes werden diese Flächen jetzt zu einem Mischwald umgebaut“, sagte Patzke. „Die Frhr. Knigge’schen Miteigentümergemeinschaft leistet damit einen wichtigen Beitrag in Richtung Klimaneutralität.“

Auch die Landwirtschaft war Thema des Treffens. „Ich freue mich sehr, dass die Frhr. Knigge’schen Miteigentümergemeinschaft auch im Bereich des Artenschutzes aktiv ist und im Wege des Vertragsnaturschutzes zum Beispiel auf ihren landwirtschaftlichen Flächen sogenannte Lerchenfenster anlegt, auf denen die Feldlerche Lande- und Brutplätze und genügend Futter findet“, sagte Patzke. „Landwirt*innen sind für mich sehr wichtige Partner*innen bei der Umsetzung des Landschafts- und Naturschutzes und auch des Klimaschutzes.“ 

Zweite Station des Besuches von Patzke und Wittrien war das Theater zwischen den Dörfern, ein Freies Kinder- und Jugendtheater, das während der Corona-Pandemie enorme Einbußen erlitten hat. Im Gespräch mit Regisseurin Noa Wessels unterstrich Patzke ihre Unterstützung für die Kulturbranche. „Kultur ist systemrelevant und stärkt gerade in schwierigen Zeiten den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir müssen sie am Leben erhalten, um diesen wichtigen Diskursraum über die Fragen, wie wir als Gesellschaft zusammenleben, auch in Zukunft zu ermöglichen“, sagte die Kandidatin. „Die Region Hannover kann einen Beitrag dazu leisten, dass sich Kulturschaffende über die Grenzen der eigenen Kommune hinaus vernetzen und unterstützen, und dafür werde ich mich als Regionspräsidentin einsetzen.“

Wittrien betonte, dass sie sich als Bürgermeisterin dafür stark machen wolle, dass Kulturschaffende in Wennigsen einen neuen Ort für ihre Produktionen bekommen. „Wir haben so viel Potential im Ort, das wir viel sichtbarer machen müssen.“

Zum Abschluss des Besuches informierten sich die beiden Kandidatinnen noch in der KGS Wennigsen über CO2-sparende Maßnahmen zur Wärmeversorgung. „Das ist ein toller Beitrag zum Klimaschutz – und ein gutes Beispiel, wie dezentral und klimaschonend Wärme erzeugt werden kann“, betonte Patzke.

Verwandte Artikel