Keine Jugendnetzkarte: Kritik an Entscheidung von CDU und SPD

Die Kandidatin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN für das Amt der Regionspräsidentschaft, Frauke Patzke, hat mit Unverständnis auf die Entscheidung von SPD und CDU reagiert, gegen eine Jugendnetzkarte für arbeitslose Jugendliche zu stimmen. „Junge Menschen sind derzeit ganz besonders auf unsere Unterstützung angewiesen. Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist aufgrund der Pandemie aktuell besonders hart “, erklärte Patzke. „Wir dürfen die Generation Corona jetzt nicht im Stich lassen. Die Erweiterung der Jugendnetzkarte auf arbeitslose Jugendliche wäre ein wichtiger Beitrag zu ihrer Unterstützung gewesen.“

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN hatte am Dienstag im Verkehrsausschuss der Regionsversammlung beantragt, den Kreis der Berechtigten für die Nutzung der Jugendnetzkarte (ehemals GVH-SparCard Schüler) auf alle Kinder und Jugendliche bis 22 Jahren zu erweitern.

Hintergrund ist, dass der Regionsausschuss schon 2017 beschlossen hatte, „arbeitslosen Jugendlichen ein mit der neuen SparCard Schüler vergleichbares Angebot zu bieten“. Dies ist allerdings bis heute nicht passiert. Derzeit kostet die Monatskarte S (Sozialtarif) als Netzkarte 64,70 € pro Monat. Die Jugendnetzkarte kostet derzeit 15,00 € pro Monat. Berechtigt sie zu nutzen sind aktuell: alle Schülerinnen und Schüler (Sek I und II) bis einschließlich 22 Jahre; alle FSJler/FÖJler/FWJler und Bufdis bis einschließlich 22 Jahre; Auszubildende (alle Teilzeitschüler und Teilzeitschülerinnen berufsbildender Schulen) bis einschließlich 22 Jahre.

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