Frauke Patzke fordert besseren Moorschutz in der Region

Frauke Patzke fordert eine größere Kraftanstrengung und mehr Engagement und Entschlossenheit der öffentlichen Hand für den Schutz der Moore in der Region. „Durch die große Strukturvielfalt und die relative Abgeschiedenheit ist die Hannoversche Moorgest Lebensraum für viele, zum Teil gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Moore sind zudem die effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume“, sagte Patzke nach einem Besuch des Moorerlebnispfades Resse mit Dr. Reinhard Löhmer, Sprecher der Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Moore (FAM). „Der Moorschutz ist deswegen eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe für den Klimaschutz und zudem ein bedeutsamer Beitrag für den Umwelt- und Artenschutz – und auch für die Naherholung, den Tourismus und damit für die Wirtschaft in der Region Hannover.“ Leider sei hier seitens der Verwaltung in den vergangenen Jahren wertvolle Zeit verloren gegangen, so Patzke.

Die Kandidatin kündigte an, als Regionspräsidentin zusammen mit allen Akteur*innen eine Moorschutzstrategie mit konkreten Maßnahmen für alle Hoch- und Niedermoore in der Region erarbeiten und umsetzen zu wollen. Dazu zählten Forschungs- und Praxisprojekte, um innovative Moornutzung zu steigern. Bei der Umsetzung der Moor-Renaturierung wolle sie Tempo machen, um die Verzögerungen aufzuholen, sagte Patzke. „Die Randgebiete der Moore laden zudem zum Wandern und Spazierengehen ein – ein schöner Bestandteil für ein naturnahes, klimaverträgliches und umweltfreundliches Naherholungs- und Tourismuskonzept für die gesamte Region Hannover, von dem auch die Wirtschaft sehr profitieren würde.“

Patzke betonte, der Moorerlebnispfad Resse sei ein besonders gut gelungenes Projekt, Naherholung und Umwelt- und Naturschutz gekonnt miteinander zu verbinden. An vielen Stationen wird die Flora und Fauna des Moores sowie die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz anschaulich und gut verständlich dargestellt. Allerdings habe Dr. Löhmer aufgezeigt, wie viel Arbeit die Pflege und der Schutz des Moorgebiets bedeutet, die aktuell überwiegend ehrenamtlich von Naturschutzverbänden geleistet wird. „Moorschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, da ein nicht unerheblicher Teil der CO2-Emmissionen durch die Austrocknung der Moore entsteht. Die Wiedervernässung ist daher sehr wichtig für den Klimaschutz. Hier muss die originär zuständige öffentliche Verwaltung das Ehrenamt definitiv besser unterstützen“, erklärte Patzke.

Neben Frauke Patzke und Dr. Reinhard Löhmer nahmen Michael Krelle vom BUND, Ulrich Schmersow und Ute Lamla, Kandidierende für die Versammlung der Region Hannover, Jens Palandt, Bundestagskandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, sowie Carolin Beulshausen und Annika Schlingmann, Kandidatinnen für den Rat Wedemark an dem Gespräch teil.

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