Frauke Patzke legt Klimaschutzprogramm vor


Frauke Patzke, Kandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für das Amt der Regionspräsidentin, hat ein Klimaschutzprogramm für die Region Hannover vorgelegt, das in allen Bereichen wirksame und konsequente Maßnahmen enthält, um die Region bis spätestens 2035 klimaneutral zu machen. „Der Weltklimarat hat in dieser Woche noch einmal mit sehr deutlichen Worten festgestellt, dass unsere Lebensgrundlagen und unsere Existenz auf dem Spiel stehen, wenn wir nicht sofort und konsequent handeln“, sagte Patzke am Donnerstag in Hannover. „Wir müssen in unserer Region einen Beitrag dazu leisten, den Klimawandel auszubremsen und seine Folgen beherrschbar zu machen – und das geht nur, wenn wir Tempo machen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und bei der Mobilitätswende. Und wenn wir jetzt als Gesamtgesellschaft gemeinsam handeln, können die Veränderungen auch sozialverträglich für alle gestaltet werden.“

Klimaschutz sei eine große Chance für die wirtschaftliche Stärke der Region und für gute neue Arbeitsplätze, unterstrich Patzke. Das 20-Punkte-Programm der Kandidatin sieht als eine zentrale Maßnahme eine Solaroffensive vor, um in der Region in den nächsten 14 Jahren Photovoltaikanlagen im Wert von weit über einer Milliarde Euro zu errichten. „Das können wir schaffen, wenn wir das Handwerk und die Ausbildungsbetriebe entsprechend dafür rüsten. So holen wir Arbeitsplätze, Know-how und Wissen in unsere Region und sichern klimagerechten Wohlstand.“ Außerdem sollen neue Kooperationskonzepte zwischen Unternehmen, Hauseigentümer*innen und Energieversorgungsunternehmen entwickelt und Windenergieverbünde z.B. in Form von Genossenschaften gefördert bzw. unterstützt werden, an denen sich Bürger*innen beteiligen können. „Ich will, dass von der Energiewende möglichst viele Menschen profitieren.“

Patzke kündigte an, Klimaschutz zur Chefinnensache zu machen und im Geschäftsbereich der Regionspräsidentin eine Klimaschutzkoordinierungsstelle einrichten. Außerdem will sie einen Klimarat einberufen, der öffentlich tagen soll und in dem Vertreter*innen der Regionsverwaltung, der Regionskommunen, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft vertreten sind. „Ich werde die Herausforderungen gemeinsam mit den Menschen, der Regionsverwaltung und den Städten und Gemeinden angehen. Wir müssen alle mitnehmen – die Zivilgesellschaft, die Industrie, das Handwerk und die Landwirtschaft.“

Ein zentrales Anliegen der grünen Kandidatin ist es, die Klimaschutzagentur mit deutlich mehr Mitteln auszustatten, um mehr Beratungen anbieten zu können und damit die energetische Sanierungsquote und den Einsatz der Solarenergie und von Umweltwärme zu vervielfachen.

„Wir haben in der Region seit Jahren mit großer Sorge beobachten müssen, wie notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz verhindert und die Freiheiten von künftigen Generationen jeden Tag auf Spiel gesetzt wurden“, so Patzke. „Dazu zählt auch, dass die Klimaschutzagentur, die hervorragende Arbeit macht, seit Jahren nicht auskömmlich finanziert wird. Das muss sich dringend ändern – und dafür werde ich mich als Regionspräsidentin einsetzen.“

Zukunft gestalten – Das Klimaschutzpapier zum Download

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