Neue Perspektiven für den Klimaschutz

Zukunft gestalten – für eine klimaneutrale Region Hannover bis spätestens 2035

Mein Ziel ist die klimaneutrale Region Hannover bis spätestens 2035, um unseren Beitrag als Regionsgemeinschaft zu leisten und das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Das können wir als starke Regionsgemeinschaft mit der gezielten Förderung der Erzeugung von grünem Wasserstoff, einer Solaroffensive, klimaneutralen Gewerbegebieten, einer digitalen und intelligenten Energienetz- und -nutzungssteuerung, dem Ausbau einer dezentralen Wärmeversorgung, einer konsequenten Verkehrswende in der gesamten Region und einer Wald- und Moorschutzstrategie schaffen. Dabei muss die Regionsverwaltung mit gutem Beispiel vorangehen und mit ihren Fahrzeugen, Gebäuden und ihrer Infrastruktur bereits bis spätestens 2030 klimaneutral sein. Dies kann z. B. mit einem Gesamtkonzept für eine klimafreundliche Gebäudesanierung in der Region Hannover und der Auflage eines entsprechenden Sanierungsfonds gelingen.

Klimaschutz ist keine Zukunftsaufgabe, sondern Klimaschutz ist jetzt.

Dies sind meine Kernpunkte:

  1. Eine klimaneutrale Region Hannover ist eine große Herausforderung, die wir nur als Gemeinschaft schaffen können – aber als starke Gemeinschaft können wir das schaffen! Dafür will ich alle Akteure an einen Tisch bringen – die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft, die Gewerkschaften und die Kommunen und die Region – einen Zukunftsvertrag für die Region Hannover schließen und einen dauerhaften Klimarat einberufen.
  2. Wir müssen in der Region bis zu 300 Prozent mehr grünen Strom erzeugen als jetzt. Damit stellen wir die Sektoren Wirtschaft, Verkehr und Wärme um, und wir decken zusätzlich den heute benötigten Strombedarf. Dazu starte ich eine Solarstromoffensive.
  3. Um die nötigen Anlagen und die Transformation der Wirtschaft realisieren zu können, starte ich mit allen wichtigen Akteuren einen Fachkräfteplan, der Arbeitsplätze schafft und die Wirtschaft stärkt.
  4. Eine konsequente Verkehrswende in der gesamten Region wird zu einer besseren und günstigeren Mobilität für alle führen und dabei den Handel und das KRH stärken.
  5. Eine Wald- und Moorschutzstrategie bindet CO2.

Wenn wir zu Beginn dieses Jahrzehnts konsequent und gemeinsam handeln und die sozial-ökologische Transformation einläuten, können wir die Krise noch stemmen. Klimaneutralität ist dabei eine große Chance für höhere Lebensqualität, mehr soziale Gerechtigkeit und einen klimagerechten Wohlstand. Sie gilt es, zu ergreifen. Natürlich bedeutet Klimaneutralität Veränderung, aber diese Veränderung schafft Wohlstand und Halt in der Zukunft. Eine klimaneutrale Region Hannover bis spätestens 2035 ist eine große Herausforderung, die wir nur als Gemeinschaft schaffen können – aber als starke Gemeinschaft können wir das schaffen! Dafür will ich alle Akteure an einen Tisch bringen – die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft, die Gewerkschaften, die Regionskommunen und die Regionsverwaltung – einen Zukunftsvertrag für die Region Hannover schließen und einen dauerhaften Klimarat einberufen.

Für eine klimaneutrale Region bis zum Jahr 2035 fordern wir sofort konsequente und gezielte Maßnahmen – dazu habe ich gemeinsam mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Regionsverband Hannover ein Strategiepapier zum Klimaschutz in unserer Region verfasst. Lasst uns die Zukunft gestalten – 20 Punkte für notwendige Maßnahmen findet ihr hier.

Energie, Wärme und Industrie

Für eine klimaneutrale Region Hannover brauchen wir eine unterstützende Bundesgesetzgebung, Strom aus Erneuerbaren Energien, eine Wärmewende für die gesamte Region und eine sozial-ökologische Transformation der Industrie.

Für die Energiewende bietet die Solarenergie ein großes Potenzial in der Region. Viele Flächen auf den Dächern und an Gebäuden stehen dafür zur Verfügung. Hier will ich aber auch Kreativität setzen – Parkflächen stellen z. B. eine große ungenutzte Flächenreserve für den Ausbau der Photovoltaik dar, können zur Erzeugung von Solarenergie dienen – und die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität kann bei solchen „Solarcarports“ direkt integriert werden! Außerdem muss es für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger einfacher werden, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Dafür braucht es neben guten Beratungsstrukturen und der Verbesserung der Förderinstrumente neue Kooperationskonzepte zwischen Unternehmen, Hauseigentümer*innen und Energieversorgungsunternehmen, von denen alle Beteiligten profitieren können.

Die Nutzung der Windenergie ist in der Region Hannover bereits stark verbreitet. Auch wenn das Regionale Raumordnungsprogramm weitere Flächen ausweist, reichen sie nicht aus, um klimaneutral bis 2035 zu werden. Daher werde ich mich für ein einfaches Repowering von Windanlagen auf Landes- und Bundesebene einsetzen. Ein zentrales, jährlich durchgeführtes Energie-Controlling soll den aktuellen Stand der CO2-Emissionen ausweisen. Damit kann die Energie-Effizienz von Maßnahmen überprüft und gegebenenfalls verändert werden.

Ich will, dass von der Energiewende
möglichst viele profitieren.

Das möchte ich mit der Förderung von Bürger*innen-Projekten bei Wind- und Solarparks und der Beteiligung von Kommunen an den Einnahmen aus den Erneuerbaren-Anlagen erreichen. Gerade der ländliche Raum kann so von den Gewinnen profitieren.

Windräder in der Region Hannover
Windanlagen im Calenberger Land

In den privaten Haushalten entstehen die höchsten CO2-Emissionen bei der Erzeugung von Wärme für Heizung und Warmwasser. Die Wärmewende will ich dezentral herbeiführen und gestalten. Das Wärmekataster der Region bietet die Grundlage für die Planung dezentraler Wärmeerzeugung. Die Instrumente zur klimaneutralen Wärmegewinnung sind Wärmepumpen, Geothermie und die Nutzung der überschüssigen Wärme aus Industrieanlagen. Die Nutzung klimaneutraler Blockheizkraftwerke ersetzt das Heizen mit Gas oder Öl.

Die höchsten CO2-Emissionen entstehen in der Industrie. Für die Energiewende in der Industrie benötigen wir Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Ich werde die Entwicklung dieser Technologien und Unternehmensgründungen in diesem Bereich in der Region und für die Region fördern.

Viele haben Vorbehalte gegenüber der ökologischen
Transformation der Wirtschaft. Ich sehe sie als große Chance. 

Die EU hat mit dem European Green Deal viel Geld für eine nachhaltige Wirtschaft bereitgestellt. Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, den Verwaltungen der Regionskommunen und der Regionsverwaltung werde ich die Strukturen aufbauen und die Projekte entwickeln, die man mit diesem Geld umsetzen kann.

Mit dieser großen Veränderung entstehen neue Geschäftsfelder, neue Industriezweige, neue Arbeitsplätze. Andere Bereiche werden sich wandeln, einige völlig neu entstehen, wieder andere verschwinden. Für viele Menschen ist das auch eine große Herausforderung, ja Zumutung. Die sozial-ökologische Transformation gelingt nur, wenn wir gemeinsam alles dafür tun, Verluste zu verringern und Brücken zu bauen. So müssen diejenigen, die neue Chancen oder Weiterbildung brauchen, sie auch bekommen. 

Fachkräfteinitiative

Der Ausbau von Solar, Wärmedämmung und Wärmegewinnung erfordert viele qualifizierte Handwerker*innen. Zusammen mit den Berufsbildenden Schulen der Region Hannover, der Handwerkskammer und den Ausbildungsbetrieben werde ich eine Fachkräfteinitiative starten – und damit nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch für eine Stärkung des Handwerks, sichere Arbeitsplätze und für eine wirtschaftlich starke Region Hannover leisten.

Beratung

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – eine klimaneutrale Region Hannover lässt sich nur realisieren, wenn es einen breiten gesellschaftlichen Schulterschluss gibt. Deswegen müssen insbesondere die Beratungs- und Informationsstrukturen und dabei besonders die Klimaschutzagentur ausgebaut und finanziell gestärkt werden.

Moorschutz

Die Region Hannover verfügt über einen ganz besonderen Schatz – eine einzigartige Moorlandschaft! Moore sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume und damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Als Regionspräsidentin will ich zusammen mit allen Akteuren als Beitrag zum Arten- und Klimaschutz eine Moorschutzstrategie mit konkreten Maßnahmen für alle Hoch- und Niedermoore in der Region erarbeiten, umsetzen und Forschungs- und Praxisprojekte zum Up-Scaling von innovativer Moornutzung initiieren.

Ein Bild, das Baum, draußen, Gras, Natur enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Auenlandschaft in der Leinemasch