Neue Perspektiven für die Jugend

Die Zukunft gehört der Jugend – ich will echte Perspektiven und Chancen für alle jungen Menschen in der Region Hannover schaffen!

Kinder und Jugendliche müssen sich bestmöglich und frei entfalten können. Dabei haben sie ein Recht auf besonderen Schutz, Förderung und Beteiligung – insbesondere in den Lebensbereichen Bauen und Wohnen, Sozialraum und Mobilität, Gesundheit und Bildung, Wirtschaft und Digitalisierung. Die Lebenslagen und Bedürfnisse von jungen Menschen sind auch gesamtgesellschaftlich von großer Bedeutung – sie sind unsere Zukunft! Ihre Teilhabe an schulischer und beruflicher Bildung ist wesentlich für ihr Erwachsenenleben. 

Diese Themen sind für mich als Regionspräsidentin besonders wichtig:

  • Bildung und Qualifikation: Corona-Rückstände aufholen, Ausbildungen stärken und Karrieren ermöglichen
  • Freizeit und Lebensqualität: Sport, Mobilität, Kultur und Bildung allen jungen Menschen ermöglichen
  • Inklusion: Ein „Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusion“ bringt alle Player zusammen und hebt Potenziale
  • Beteiligung: Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, bei Entscheidungen mitzureden – insbesondere, wenn es um ihre Belange geht

Beraten, Fördern, Helfen

Der Bildungsrückstand durch die Pandemie ist eine Realität. Wir sind verantwortlich dafür, dass Kinder und Jugendliche jetzt wieder aufschließen.

Aktuell müssen besonders die coronabedingten Entwicklungsrückstände von Kindern und Jugendlichen aufgeholt werden. Ich werde deswegen 

  • Schulen, freie Bildungsträger, Jugendeinrichtungen und Jugendliche an einen Tisch holen und die Möglichkeiten der Region nutzen, um schnell und unbürokratisch Unterstützung zu leisten,
  • gezielte Angebote schaffen, um Schulabbrüche zu verhindern,
  • präventive Maßnahmen an außerschulischen Lernorten fördern, um Schüler*innen frühzeitig an den Lernprozess heranzuführen.

Außerdem werde ich mir gemeinsam mit Unternehmen anschauen, wie Ausbildungen in Zukunft krisenfest sein können. Jede Schülerin und jeder Schüler verdient eine Zukunft.

Im letzten Jahr sind Ängste, Sorgen und Belastungen für Kinder, Jugendliche und Eltern enorm geworden. Darum muss es jetzt und auch nach der Pandemie Hilfe geben, die allen zur Seite steht. Jetzt geht es daher auch darum, aus der Pandemie zu lernen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass ausreichende und niedrigschwellige sozialpsychiatrische und psychosoziale Beratung und Behandlungsmöglichkeiten ausgebaut und neu geschaffen werden.

Bei Unterstützungsangeboten darf es jetzt aber nicht nur um die Lernrückstände von Kindern und Jugendlichen gehen. Es geht darum Kindern und Jugendlichen Zeit und Raum zu geben für das, was im vergangenen Jahr viel zu kurz kam und was für ihre Entwicklung genauso elementar ist: sich zu entfalten, Inspiration zu erfahren und wachsen zu dürfen. Besuche im Freibad oder im Zoo, gemeinsamer Sport, gemeinsames Musizieren, gemeinsames Gestalten sind wichtig und dürfen nicht am Geldbeutel scheitern. Daher braucht es jetzt kostenlose Freizeit- und Kulturangebote und öffentliche Räume, in denen Kinder und Jugendliche sich wieder entfalten können. Als Regionspräsidentin werde ich genau dafür sorgen.

Beteiligung

Die nächste Generation hat nicht nur ein Recht darauf, bei Entscheidungen mitzureden – insbesondere, wenn es um ihre Belange geht. Ihre Stimmen sind wertvoller, aktuell ungehörter Input! Deshalb werde ich umfassende Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche an demokratischen Prozessen, in Projekten und Gremien schaffen. Das Fehlen einer Beschwerdestelle für junge Menschen in der Region Hannover ist ein Versäumnis, welches ich schnellstmöglich korrigieren werde. 

Berufsschulen und Ausbildung

Die Schüler*innenzahlen der Berufsbildenden Schulen sind unter der großen Koalition stark zurückgegangen. Ich will mich dafür einsetzen, dass die Berufliche Ausbildung wieder einen höheren Stellenwert in der Region Hannover bekommt. Sie ist ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Lebensgeschichten, starke Unternehmen und einen wettbewerbsfähigen Standort. Bildung und Qualifikation ist für jede Person von zentraler Bedeutung und muss unabhängig von der Herkunft allen offenstehen. Die Region ist im berufsbildenden Bereich die größte Bildungsträgerin in Niedersachsen. Die 14 Berufsbildenden Schulen, 16 Förderschulen und 40.000 Schüler*innen bilden das Rückgrat der Ausbildung in der Region! Damit die Region Hannover die optimale Ausbildung der Zukunft auf allen Ebenen erhält, werde ich Schulen, Berufsschulen, Jugendeinrichtungen, Jugendwerkstätten, Betriebe, IHK, Handwerkskammer und Hochschulen zusammenholen, eng verzahnen und ressortübergreifende Beratungsstrukturen entwickeln.

Ich stehe für ein Berufsschulkonzept der Zukunft! Dieses sollen Region, Berufsschulen und Schüler*innen gemeinsam ausgestalten und entwickeln. Lernen und Austausch braucht offene Räumlichkeiten und ist jahrgangs- und berufsfeldübergreifend zu denken. Außerdem müssen unsere Schulen weiterhin finanziell gut ausgestattet sein und digital fitter gemacht werden. Nur so gelingt ein guter Schulalltag. 

Freizeit und gutes Leben

Junge Menschen sind nicht nur die Zukunft der Region, sie sind Kinder und sie sind jung. Ihnen stehen Freiräume, Gestaltungsmöglichkeiten, Begegnungsräume und gute, wohnortnahe und bezahlbare Freizeitangebote zu! Kulturelle Bildung und die Mitgliedschaft in einem Sportverein muss für alle möglich und barrierefrei zugänglich sein. Ich werde mich darum dafür einsetzen, alle gesetzlichen und freiwilligen Leistungen für Kinder aus einkommensschwachen Familien in einem Teilhabe-Pass zu bündeln, der regionsweit gilt. Damit lassen sich die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, Mobilität mit der Region S-Karte, kommunale Angebote wie der HannoverAktivPass etc. einfach bündeln. Damit werden Leistungen für Bildung und Teilhabe leichter zugänglich: Es kommen maximal viele Leistungen bei den Kindern an. Außerdem werde ich mich für die Erweiterung der Jugendnetzkarte auf arbeitslose Jugendliche stark machen. Nur wer mobil ist, kann seine Welt erweitern. 

Inklusion bedeutet Ermöglichen

Ich sorge dafür, dass Inklusion funktioniert. Inklusion beginnt mit der Geburt und begleitet Kinder und Jugendliche mindestens bis in die Ausbildung. Inklusion muss an den Übergängen Frühförderung – Kindertagesstätte oder Familienzentrum – Schule – Berufsschule – Ausbildungs- und Arbeitsbetrieb kommunal gestaltet werden. Dafür mangelt es an Angeboten vor Ort, was ich beheben werde. Auf der Ebene der beruflichen Bildung werde ich einen überfälligen Perspektivwechsel anschieben. Denn eine optimale Förderung der Potentiale ermöglicht integrierte Lebenswege! Ich werde mich für flächendeckende, bedarfsgerechte Bildung und angemessene pädagogische Settings in allen Berufsbildenden Schulen einsetzen. 

Ich werde dazu ein „Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusion“ in der Region Hannover als eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der sonderpädagogischen Beratung und Unterstützung für Lehrkräfte, Schulen, Auszubildende und Betriebe schaffen. Eine systembezogene Ressourcenzuweisung stellt sicher, dass alle Schulen gut mit Sonderpädagog*innen ausgestattet sind und verschafft Schulen Spielräume. 

Unter meiner Regionspräsidentschaft wird die Region Hannover die Koordination und Kooperation zwischen allen regionalen und kommunalen Akteuren des Berufsbildungssystems übernehmen, Berufsfortbildungswerke optimal verzahnen und den Einsatz von Arbeitsassistenten in der beruflichen Bildung koordinieren.

Ich werde dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche in unserer Region zukünftig all die Voraussetzungen haben und Unterstützung bekommen, die sie für ein gutes und gelingendes Leben brauchen!

Jungendliche an einem Brückengeländer lehnend