Neue Perspektiven für die Kultur

Kunst und Kultur tragen wesentlich dazu bei, die Welt zu verstehen. Sie sind Elemente einer offenen und demokratischen Gesellschaft. Sie bieten uns Perspektiven für die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft. Ebenfalls schaffen sie Reflexionsorte für gesellschaftliche Entwicklungen und ermöglichen die Begegnung unterschiedlicher Menschen. Kunst und Kultur setzen Potenziale frei für soziale Inklusion und kulturelle Vielfalt. Deswegen müssen sie für alle zugänglich sein: Weder Entfernung und Kosten, noch Sprach- oder physische Barrieren dürfen dazu führen, Menschen von Kunst und Kultur auszuschließen. Kunst und Kultur sind Elemente eines individuellen Bildungsprozesses.

Kunst- und Musikschulen sowie andere Bildungseinrichtungen sind die Orte kultureller Bildung. Kulturelle Bildung vermag gleichermaßen Geschichte erfassen und sie als Erinnerung in der Gegenwart festhalten. Die Gedenkstätte Ahlem ist der wichtigste Lern- und Erinnerungsort der Region Hannover mit einer ausgezeichneten Ausstellung an einem einmaligen historischen Ort deutsch-jüdischer Geschichte.

Als Regionspräsidentin will ich die lebendige kulturelle Vielfalt in der Region Hannover bewahren und
ausbauen, denn regionale Kultur wirkt identitätsstiftend. Die Kultur- und Kreativwirtschaft gilt als einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte und als Triebfeder der Innovation. Dies soll weiterhin vielfältig gefördert werden für eine innovative und zukunftsoffene Kunst- und Kulturpolitik in der Region Hannover.

Diese Themen sind für mich als Regionspräsidentin besonders wichtig:

  • Erhaltung und Sichtbarmachung der kulturellen Vielfalt in der Region Hannover mit passgenauen und niedrigschwelligen Förderprogrammen
  • Einrichtung und Etablierung einer digitalen Vernetzungs- und Beratungsplattform für Einrichtungen der kulturellen Bildung und der Kultur sowie für Kulturschaffende
  • das umfangreiche Veranstaltungsangebot, die wissenschaftliche Arbeit und die internationale Vernetzung der Gedenkstätte Ahlem ausbauen, um die Aufarbeitung fortsetzen zu können
  • Einrichtung einer Atelier- und Projektraumförderung, um bildende Künstler*innen zu unterstützen
  • Schaffung eines Förderprogramms zur energetischen Sanierung von Kultureinrichtungen
  • Unterstützung kleiner Kultureinrichtungen und -vereine sowie Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und privater Initiativen im Kulturbereich
  • Förderung integrativer und inklusiver Kulturprojekte und Kulturbildungsangebote
  • Unterstützung der Kommunen bei der Schaffung von „Dritten Orten“ mit Bildungs-, Kultur und Begegnungsangeboten
  • Verbesserung des kulturpolitischen Dialogs zwischen Politik, Verwaltung und Kulturszene
Graffiti an einer Wand
Foto: Philipp Potocnik / unsplash