Neue Perspektiven für die Verwaltung und für eine nachhaltige Haushalts- und Finanzpolitik

Gute Verwaltungsführung – mit und für die Menschen

Um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen, braucht die Region Hannover eine gut aufgestellte und funktionierende Verwaltung, die nicht nur „verwaltet“, sondern den gesellschaftlichen Wandel, der sich gerade vollzieht, zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet.

Eine Verwaltung, die den Menschen zuhört, ihre Ängste und Sorgen ernst nimmt und sich als Dienstleisterin versteht.

Eine Verwaltung, die nicht nur Mittel zum Zweck, sondern Gestalterin ist. 

Ich stehe für eine moderne Regionsverwaltung, die ihre Strukturen und Hierarchien wirtschafts- und bürgernah umbaut, verlässliche, digitale Dienstleistungen anbietet und im Zusammenwirken mit den regionsangehörigen Kommunen unmittelbar vor Ort ansprechbar ist.

Mein Ziel ist es, die Distanz zwischen der Verwaltung und den Menschen, die von den Entscheidungen und dem Handeln der Verwaltung betroffen sind, zu verringern, als Entscheidungsträgerin nahbar zu sein, Kontakte und Begegnungen zu ermöglichen und zu erleben.

Ich möchte die Geschichten der Bürgerinnen und Bürger hören, ihre Hoffnungen, Wünsche, Nöte und Schicksale in eine Verwaltung für die Menschen übersetzen und politische Entscheidungen und ihre Auswirkungen vermitteln. Am besten durch Unmittelbarkeit – durch direkte Debatten mit jenen, deren Leben sich verändert, wenn Windräder oder eine Leitung für erneuerbaren Strom in ihrer Nähe errichtet werden oder Gewässer, Tiere, die Artenvielfalt besser geschützt werden sollen. Politische Linien und Entscheidungen sollten nach meinem Verständnis nicht am Schreibtisch entworfen, sondern im Gespräch entwickelt, geprägt und vermittelt werden.

Als Regionspräsidentin werde ich mich für eine Regionsverwaltung einsetzen, die zuhört, offen für Gegenargumente ist und das eigene Handeln immer mit den Menschen überprüft, die es betrifft. Reden, fragen, zuhören, sich begeistern lassen und Ängste vor den Veränderungen nehmen, die die Herausforderungen unserer Zeit uns abverlangen – das möchte ich als Leitlinien für eine von mir geführte Regionsverwaltung setzen. 

Nachhaltige Haushalts- und Finanzpolitik

Mein Ziel als Regionspräsidentin ist es, durch Zukunftsinvestitionen neue Werte zu schaffen und alte zu erhalten, durch solidarisches Handeln die kommunale Selbstverwaltung der Kommunen der Region zu stärken und durch eine konsequente Konsolidierung des Regionshaushalts eine nachhaltigen Haushalts- und Finanzpolitik zu ermöglichen. So werden Gestaltungsspielräume und die Grundlage für Zukunftsinvestitionen geschaffen. Ich werde die Lebensqualität der Menschen in der Region verbessern, ökologische Werte erhalten und soziale Standards sichern und ausbauen. Strukturelle Defizite sind zu vermeiden. Grundsätzlich ist bei allen Aufgaben zu prüfen, inwieweit Landes-, Bundes-, und EU-Programme zur Kofinanzierung genutzt werden können.

Alle Investitionen müssen auf ihre Folgekosten hin untersucht werden. Vorrang haben für mich nachhaltige Investitionen in Bildung, Wohnungsbau, Klimaschutz, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Gesundheit und im Öffentlichen Nahverkehr.

Es ist mein Ziel, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Tochterunternehmen der Region Hannover weiter zu stärken. Die Beteiligungen der Region müssen dafür stärker vernetzt werden und die Region Hannover bei der Erreichung ihrer Ziele im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Um die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen, werde für mehr Transparenz sorgen. Die defizitären Beteiligungen der Regionen werde ich kostentechnisch verschlanken.  

Frauke Patzke