Neue Perspektiven für unsere Mobilität

Ich stehe für ein Verkehrskonzept der Zukunft – damit alle Menschen verlässlich, klimaneutral, barrierefrei, bezahlbar und sicher in der Region mobil sind.

Die begonnene Verkehrswende in der Region werde ich konsequent weiter vorantreiben. Ich stehe für ein integratives, intelligentes und klimafreundliches Verkehrskonzept, das alle Fortbewegungsmöglichkeiten, einbezieht – ÖPNV, Fahrrad-, Fußverkehr – und auch den Autoverkehr. Dafür braucht die Region Hannover insbesondere eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität (E-Bikes und E-Autos), ein gut ausgebautes und sicheres Radschnell-, Alltags- und Freizeitradwegenetz und einen bezahlbaren, barrierefreien, verlässlichen und modernen ÖPNV mit attraktiver Taktung.

Diese Themen sind für mich als Regionspräsidentin besonders wichtig:

  • Eine Region zu schaffen, in der man nicht mehr „auf das Auto angewiesen“ ist, denn Autofahren ist weder barrierefrei noch inklusiv. Die hohen Hürden eines Führerscheins, der Auto-Anschaffung sowie zu junges oder hohes Alter schließen in der Region zehntausende Menschen von dieser Mobilitätsform aus. Ich setze mich für eine moderne Mobilität ein, die für alle Menschen jederzeit attraktiv und nutzbar ist.
  • Digitalisierung: Es gilt, Rad, ÖPNV, Fußverkehr und Automobilität intelligent zu verzahnen. Daher will ich die Mobilität in der Region Hannover weiter digitalisieren.
  • Radinfrastruktur: Auch auf ländlichen Strecken muss es möglich werden, sicher und bequem von A nach B zu fahren. Die Entwicklung und der Ausbau eines regionsweiten Alltags-, Freizeit- und Radschnellwege-Netzes ist daher essenziell. Das Rad soll zum vollwertigen Verkehrsmittel werden, sodass viele heute mit Autos zurückgelegte Strecken entfallen können.
  • ÖPNV: Ein CO2-neutraler attraktiver ÖPNV wird mit mir verlässlich, attraktiv, barrierefrei und auch im ländlichen Raum die gesamte Region bequem vernetzen. 

Radinfrastruktur

Das Fahrrad hat für die Mobilitätswende riesiges Potenzial. Um es auszuschöpfen, will ich die Region Hannover zur Fahrradregion machen. Radfahren muss sicher und attraktiv sein – gerade auch in ländlichen Regionen. Radwege in Städten, Pendelstrecken oder Verbindungen von Dorf zu Dorf wie auch touristische Radwege sollen sich durch hohe Qualität und eine gute Beschilderung auszeichnen. Mein Ziel ist eine durchgängige und sichere Radinfrastruktur zwischen und in allen Regionskommunen, auf denen auch unbegleitete Kinder sicher mobil sein können. Hierfür stehen aktuell in Niedersachsen 65 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Als Regionspräsidentin will ich das Know-how der Regionsverwaltung für die Regionskommunen nutzbar machen, damit sie an den aktuellen und zukünftigen Förderprogrammen teilnehmen können. 

Ein regionsweites E-Bike- und Lastenfahrradverleihsystem kann das Fahrradfahren in der Region Hannover noch attraktiver machen. Ein gutes Radwegenetz ist aber nicht nur ein wichtiger Beitrag für die Verkehrswende, den Klimaschutz und das Klinikum Region Hannover, sondern auch für die Naherholung und den Radtourismus in der Region. Außerdem trägt es zur Stärkung der kommunalen Zentren und des Einzelhandels vor Ort bei.

ÖPNV

Die intermodale Fortbewegung mit Bus und Bahn soll zukünftig selbstverständlicher werden. Mit dem Rad oder Auto zur P&R-Haltestelle, mit dem ÖPNV in die Stadt und dort mit dem Leihrad zum Ziel: Die selbstverständliche Nutzung von Bussen und Bahnen hängt an attraktiven Tarifen und Takten, modernen Fahrzeugen und durchdachten Netzverbindungen. Für eine solche Verkehrswende schaffe ich in der Region Hannover neue Linien und bedarfsgerechte Angebote, sodass auch im ländlichen Raum endlich alle individuell mobil sein können. Immer mehr Menschen wollen ihre täglichen Wege abhängig von Ziel, Wetter, Verkehrslage und Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln digital planen. Ich will die Region Hannover zur Vorreiterin für neue Mobilitätslösungen machen und die Chancen der Digitalisierung für die Verkehrswende nutzen, sodass jede Person Mobilitätsmöglichkeiten und -angebote verlässlich miteinander kombinieren kann.

Dazu gehört, die On-Demand-Angebote auf die gesamte Region auszuweiten, Sperrzeiten für die Mitnahme von Fahrrädern in Bus und Bahn aufzuheben, Carsharing-Projekte zu unterstützen, die Bike&Ride- und Park&Ride-Möglichkeiten zu verbessern und ein regionsweites Fahrrad-Verleih-System, das im Ticketing der GVH integriert ist.

E-Mobilität

Verbrenner werden in wenigen Jahren von E-Mobilität abgelöst. Ich sorge mit der Verwaltung dafür, dass die Kommunen der Region und damit alle Bürger*innen Fördermittel und einen echten Service für eine leistungsfähige Infrastruktur erhalten. Dazu gehören nicht nur Wallboxen und öffentliche Ladesäulen für E-Bikes, Vespa-ähnliche E-Scooter und A-Autos. 

Strom als Service

Die Stromerzeugung und Batterienutzung denke ich mit. Mit einer Solardachoffensive werde ich dafür sorgen, dass die Region den nötigen Strom dezentral selbst erzeugt. Hierzu werde ich ein Programm auflegen, mit dem die Bürger*innen der Region ihr Dach als einfachen Service mit Solarmodulen ausrüsten lassen können. Mein Ziel ist, dass jede*r davon profitiert, seinen Strom selbst erzeugen zu können. Ich werde mit der Verwaltung die finanziellen und ökologischen Vorteile kommunizieren, Genehmigungswege verschlanken, und sicherstellen, dass die Kommunen ab 2022 einen PV-Bauboom auch umsetzen können und bei der Finanzierung helfen. Die Anfangsinvestition räume ich als Hürde aus, weil die Technologie sich längst rechnet. In den nächsten 14 Jahren können und sollten zur Energieversorgung in der Region PV-Anlagen im Wert von weit über einer Milliarde Euro errichtet werden. Damit für die E-Mobile-Region der passende Strom aus den Steckdosen kommt.

Frauke Patzke auf Ihrem Fahrrad